Liddys Opinion: Part #1 - Rider Of The Year 2010 PDF 
Geschrieben von: Benjamin Wiedenhofer   
Sonntag, 27. Februar 2011 um 00:00 Uhr
Zeitungen und Magazine haben die verschiedensten Kolumnen. Egal ob es um aktuelle weltpolitische Themen geht, um aktuelle Anlässe oder aber um Expertenmeinungen. Es gibt Leute, deren Meinung eine andere Sicht auf Dinge gibt und jene, die so tief involviert sind, dass es einfach mal interessant ist zu hören was diese Leute so denken. Und Denken ist das Stichwort! In der Kolumne hat sich jemand Gedanken gemacht und sie soll ebenso dazu anregen, das alles mal zu hinterfragen oder darüber nachzudenken!

 

Wieso wir uns ausgerechnet Clint ausgesucht haben? Er hatte quasi selbst die Steilvorlage gegeben, als er vor wenigen Tagen - im Anschluss an die ROTY Verleihung - auf Facebook seine Gedanken zu diesem Thema niedergeschrieben hatte. Er traf einen Nerv und viele, auch arrivierte Jungs und Mädels der Szene, pflichteten ihm bei. Wir waren gleich begeistert, denn es ist so wichtig auch mal etwas in Frage zu stellen, oder zumindest die Kehrseiten aufzuzeigen. Der beliebte Australier scheint dafür prädestiniert. Nicht umsonst ist Clint der Mann am Mic, wenn es an die größten Events des Jahres geht, sei es Wake The Line in Köln, die Telekom Extreme Playgrounds in Pinneberg (wo er den Livestream moderiert) oder die IWWF WM in Neubrandenburg 2010. Clint kennt die Leute und die Szene kennt Clint und schätzt ihn für das was er dem Wakeboarden gibt.

Aber genug der Worte! Wir wollen dem sympathischen Aussie ab sofort den Raum geben seine Kolumne mit Inhalt zu füllen, wann immer er meint, dass etwas gesagt werden muss. Auf eine gute Zusammenarbeit, Clint! Danke Dir schon mal an dieser Stelle!

 

Warum ich schreibe

Zu Beginn ein paar Zeilen von Clint, warum er das Projekt "Liddys Opinion" angeht und in Zukunft von Zeit zu Zeit seine Gedanken bei uns mit Euch teilt:

Nachdem ich meine Gedanken zum Thema Nico von Lerchenfeld und den ROTY Awards in "Liddys Opinion" auf Facebook mit Euch geteilt hatte, bekam ich einen Anruf von Patrick Prill von thegapmagazin.com, der mich fragte, ob ich diese nicht öfter und in Zusammenarbeit mit dem Magazin einer größeren Öffentlichkeit teilen wolle.

Ich wuchs in Australien auf und mit 24, im Jahr 2002, kam ich das erste Mal für einen Urlaub nach Deutschland. Viele wissen vermutlich, dass ich hier in Deutschland seit 2004 für den ein oder anderen Event am Mikrofon war und bin. Durch diese Arbeit als Moderator vor Ort hatte ich die Chance zu sehen, wie die deutsche Szene über die letzten neun Jahre gewachsen ist und sich verändert hat. Diese aufregende Zeit hat mir viel gegeben und ich bin sehr dankbar dafür.

Wakeboarding ist der Sport, der nun mehr seit knapp 20 Jahren ein Teil meines Lebens ist und der mich auch zu dem gemacht hat, was ich heute bin. Ich kann Euch nur meine ganz eigene Sicht der Dinge vermitteln, die immer aus meiner subjektiven Perspektive kommen wird. Wenn etwas für mich so und so ist, muss das nicht auch heißen, dass es für jeden anderen genauso ist. Deshalb wäre es auch für mich interessant, Eure Sichtweise auf Dinge zu erfahren und zu verstehen, egal ob sie ähnlich oder ganz anders sind.

Wenn ich durch meine Gedanken ein paar mehr Leute dazu bringe über Wakeboarding nachzudenken und über das, worum es eigentlich gehen soll, dann ist es den Aufwand schon wert! Wakeboarding ist ein Sport, der für mich auch zu einer Lebensart geworden ist. Ich kann mich durch die Zeit auf dem Wasser ausdrücken und nur durch den Sport kamen viele interessante Menschen in mein Leben.

Das sollte erst mal genug der Worte sein, wer ich bin und warum ich meine Gedanken mit Euch teilen möchte. Behaltet im Gedächtnis, dass das was ich in meinen Artikeln schreibe immer meine Sicht der Dinge und meine Meinung wiedergibt. Es soll Euch nur den Anstoß geben, Euch selbst Eure Gedanken zu machen und zu verstehen, warum Ihr ein Teil des Wakeboarding seid, oder warum Wakeboarding ein Teil von Euch ist!

Ich hoffe, dass ich Euch mit den Themen über die ich schreiben werde informieren, aber auch unterhalten kann. Für Euch in einer Kolumne zu schreiben war keine Entscheidung, die ich mal ebenso getroffen habe. Ich bin mir der Verantwortung bewusst, die mit solchen öffentlichen Meinungsäußerungen einher geht und man darf das ganze nicht zu locker nehmen.

Meine Empfehlung an Euch...

Findet Eure Inspiration und drückt sie aus!

Live and Learn.

Clint Liddy.

 

Somit seid Ihr informiert, woher Clints Wurzeln kommen und dass er nicht einfach mal so etwas schreibt, sondern weil er sich ernsthaft darüber den Kopf zerbrochen hat und die Szene einfach ein Teil seines Lebens geworden ist. Hier nun noch der Text, mit dem das Ganze angefangen hat.

 

Liddys Opinion: Part #1

Rider Of The Year 2010

Die Rider Of The Year Awards (ROTY), die von thegapmagazin.com zusammen mit mag71 organisiert werden, sind ein wichtiger Teil der Saison der deutschen Wakeboard Szene geworden und der Titel, im 4. Jahr indem er verliehen wurde, ist eine ehrenvolle Auszeichnung, den die Wakeboarderinnen und Wakeboarder bekommen und als Teil Ihrer Erfolge in Ihrer Vita auflisten können. 

Meiner Meinung sollte der ROTY jemand sein, der die normalen Grenzen an Erfolgen innerhalb des Sports überstiegen hat. Zugleich soll sie oder er ein Vorbild sein, für das was über das Jahr hinweg im deutschen Wakeboarding erreicht wurde. Die Tatsache, dass Wakeboarding am Boot in Deutschland nicht so präsent ist wie Cable-Wakeboarding ist allseits bekannt und daher ist es nicht verwunderlich, dass Deutschland ohne Zweifel einige der besten Cable Rider der Welt beheimatet. Wakeboarding hat am Boot begonnen und daher werden die Pros aus jedem Land in weltweitem Maßstab an den Fahrern aus den USA und Australien gemessen, die in diesem Bereich die führenden Nationen sind und daher auch das meiste Geld verdienen. Bringen wir es auf den Punkt: um ein professioneller Wakeboarder zu sein, muss man damit Geld verdienen und man muss die Möglichkeit haben, um die Welt zu reisen, da man nur so an der Spitze bleiben kann.

Aber zurück zu den ROTY Awards 2010. Mit vollstem Respekt gratuliere ich an dieser Stelle Fredy von Osten, Sophia Marie Reimers und Andy Kolb. An dieser Stelle möchte ich gerne meine Meinung zu den ROTY Wakeboard Male abgeben. Fredy ist ein wahnsinniger Fahrer und wenn man sich anschaut, was er in den letzten 12 Monaten erreicht hat, kann man nur eins sagen: der Junge ist ein Freak und extrem talentiert! Bei den Telekom Extreme Playgrounds in Hamburg zeigte er dem dreifachen Seriengewinner Tom Fooshee wo es langgeht und gewann diesen Event! Bei der IWWF WM gewann Fredy ebenso den Titel und stellte sein Selbstvertrauen und Können erneut unter Beweis. Fredy hat sich in den letzten 12 Monaten extrem gepusht und die Resultate sprechen ihren Teil!

Dennoch möchte ich an dieser Stelle meinen Respekt einem anderen jungen deutschen Mann entgegenbringen, der ebenso ein fantastisches Jahr hinter sich hat und zweifelsohne wohl auf dem Weg dahin ist, eine Legende des Sports zu werden.

 

Nico Von Lerchenfeld

Nico hat dieses Jahr seinen Beitrag geleistet, dass die deutschen Wakeboarder weltweit Respekt und Anerkennung bekommen! Sein Liquid Force "Peak" Pro Modell wird 2011 hier in Deutschland und in den USA auf den Markt kommen.

Nico von Lerchenfeld
 

 

Nico wird von einigen internationalen Pros, aktuell als einer derer genannt, die mit der nötigen Lockerheit ausgestattet sind und als stylishste Rail-Rider der Welt ganz vorne mitmischen. Sein Platz auf dem Podium bei UNIT Parktechs Wake The Line unterstrich selbiges nochmals. Daraufhin wurde er zu Wake Of Fame in Fort Lauderdale (Florida, USA) eingeladen, wo er gegen ein echtes Star-Aufgebot an amerikanischen und kanadischen Fahrern als jüngster Teilnehmer antreten musste und den Event auch noch gewinnen konnte! Als "Freeride Styler" und "Obstacle Zerstörer" steht Nico über allen. Obendrauf organisierte er im September auch noch seinen eigenen Event, Ca$h For Tricks, der extrem lustig für alle Beteiligten war und 2011 noch eine ganze Stufe größer werden wird. Nico schaut nicht nur was er aus dem Sport ziehen kann, sondern auch, was er selbigem zurückgeben kann!

Für mich ist das so viel mehr. Es ist die Energie, die er mitbringt, wo auch immer er hingeht. Es ist dieses bekannte Grinsen der Freude, wenn er das Wasser in der Früh erstmals berührt. Es ist die Tatsache, dass er allein dadurch, dass er er selbst ist und sich selbst auf dem Wasser auslebt, weltweit Leute begeistern kann.

 

Um ein professioneller Wakeboarder zu sein und erfolgreich über eine lange Zeit in der Industrie zu bleiben, muss man auf dem Boden der Tatsachen bleiben. Nico hilft dabei die Leute zu inspirieren das erste Mal die Wakeboard-Bindung zu schnüren und mit dem Sport zu beginnen, aber er schafft es auch erfahrene Rider auf neue Dinge zu bringen und deren Vorstellung zu erweitern. Und dabei hat er den Segen von Wakeboard Legenden wie Tony Finn und Jimmy Redmond. (Anm. d. Red.: die Köpfe hinter Liquid Force in den USA) Er ist, wie ich bereits sagte, auf dem Weg, eine Legende des Sports zu werden.

Es ist mir eine Freude zu beobachten, wie Nico "der kleine Mann" sich langsam aber sicher in "holy shit, thats Nico von Lerchenfeld" transformiert!

Meiner Meinung könnte selbst eine Rider Of The Year Trophäe nicht den Respekt zusammenfassen, der Nico nicht nur von mir, sondern von einer ganzen Menge an Leute in unserem Sport entgegengebracht wird.

Nico. "Danke für die Inspiration im vergangen Jahr 2010 und viel Glück und jede Menge Spaß für 2011."

Und an Euch da draußen...findet Eure Inspiration und lebt sie aus!

 

Hier noch der Link zu Clints Text in den Worten seiner Muttersprache: Liddys Opinion - Part #1 PDF (english) Wir Danken Clint für diese Worte und lassen sie bis zum nächsten Teil seiner Kolumne einfach mal so im Raum stehen...

 

 

Text: Clint Liddy
Übersetzung & Bilder: Benjamin Wiedenhofer
 
 
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